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Aktuelles: Archiv für die 'Wetterkamera' Kategorie

01.01.2012: Silvesterfeuerwerk im Zeitraffer

Die Wetterkamera liefert nicht nur spektakuläre Bilder bei Gewitteraufzügen oder Sonnenuntergängen. Auch das Feuerwerk in der Silvesternacht 2011/2012 wurde nun erstmals im Zeitraffer festgehalten. Zu sehen ist das Gebiet westlich der Nürnberger Straße, von der Kirche bis zum AWO-Pflegeheim. Wer also das Feuerwerk verpasst hat, kann es sich hier noch einmal im Schnelldurchlauf ansehen (ganz ohne Krach und Feinstaubbelastung):


Ein schönes und abwechslungsreiches (Wetter-)Jahr 2012 wünschen

Der PC-Kümmerer (Dittmar Adelhard) und Wetter-Roßtal (Tobias Volgnandt)

10.07.2011: Unwetter über dem Lkr. Fürth (Zeitraffer & Bilder)

Für alle die das extreme Wetter lieben ist die aktuelle Wetterlage ein Hochgenuss. Viele Andere dürften das nicht so sehen, insbesondere dann wenn der eigene Keller einer Tropfsteinhöhle gleicht. Nachdem das Unwetter vom 7.7.2011 die Wassermassen über Roßtal ablud, war nun wieder mal der nördliche Landkreis Fürth und die Stadt Fürth an der Reihe. Dies ist eigentlich die klassische Variante, welche (nicht nur) ich schon seit geraumer Zeit Jahr für Jahr so beobachte.

Der Kulisseneffekt alleine kann hierfür nicht verantwortlich sein, es scheint eher so, dass die Orographie einen gewissen Einfluss auf die Zugrichtung der Gewitter hat. Der Roßtal bzw. das Gebiet südlich der Bibert liegt dabei im Aufwind wo die warme und feuchte Luft in die Gewitterwolke eingesogen wird. Weiter nördlich entlädt sich sich diese Feuchtigkeit in Form von Regen und Hagel.

Wie das aussieht, wird in nachfolgendem Zeitraffer aus der Wetterkamera des PC-Kümmerers deutlich. Die Gewitterzelle zieht nach Nordosten (rechts vorne), der Aufwind ist vom Niederschlaggebiet aus gesehen südlichen bzw. vorlaufend. Die Zelle baut mit der Zeit in Richtung Süden noch weiter an, sehr schön an den neu entstehenden Fallstreifen zu sehen. Der Aufwind ist zeitweise sehr dynamisch, sogar eine gewisse Rotation ist zu erkennen. Das Hauptniederschlagsgebiet bleibt jedoch nördlich (rechts) der Kamera.

Nachtrag am 13. Juli: Zeitraffer in besserer Qualität und zum Download

Blitze

Im Bild rechts der mögliche Blitz, welcher mutmaßlich für den 90 Sekunden andauernden Stromausfall verantwortlich war. Mit der Blitzkarte lässt sich der Verlauf des Unwetters übrigens auch gut nachvollziehen.

Weitere Infos

Bilder

Die Qualität ist leider nicht so berauschend, die Bilder wurden nur per Handy aufgenommen bzw. stammen teils aus einem HD-Video.

ESTOFEX

07.07.2011: Unwetter über Roßtal: Zeitraffer und mehr (Update am 11.07)

Ein kurzes aber heftiges Gewitter führte zeitweise zu „Land unter“ in Roßtal. Es gab mehrere Feuerwehreinsätze wegen vollgelaufener Keller und abgeknickten Ästen – dazu drohte ein Strommast umzustürzen. Insgesamt lief es dennoch glimpflich ab, zumindest im Vergleich mit anderen Unwettern in der direkten Umgebung in diesem Jahr. Für Wetter-Rosstal.de war es eine Generalprobe. Dank der neuen Blitzortung sowie der Wetterkamera des PC-Kümmerers konnte man das Unwetter eindrucksvoll live am PC verfolgen. Davon machten knapp 200 Personen aus ganz Deutschland Gebrauch.

Niederschlag

Die Wetterstation Roßtal verbuchte bei der Niederschlagsrate einen neuen Rekord. Innerhalb von 15 Minuten fielen 20,2 Liter Regen pro Quadratmeter, insgesamt waren es 32,4 in drei Stunden. Die Wetterstation in Buchschwabach legte noch einen drauf: Hier waren es 23,4l/qm in 5 Minuten bzw. 43,4 in drei Stunden.

Blitze

Auch bei der (noch recht neuen) Blitzortung gab es Rekorde. In einem Umkreis von 50km um die Wetterstation Roßtal wurden 756 Blitze registriert, wobei aus technischen Gründen nur ein Bruchteil aller Blitze erfasst werden. Ein Blitz um 20:24:15 Uhr sorgte für einen Stromausfall im Bereich von einer Sekunde. Die Webcam fiel dadurch kurzzeitig aus (im Zeitraffer an fehlenden Bildern zu erkennen). Der Übeltäter konnte anhand der Blitzsuche identifiziert werden – es war wohl ein Einschlag in die Stromleitung vom Umspannwerk in Zirndorf-Leichendorf nach Roßtal (auf nebenstehendes Bild klicken).

Wetterkamera

Dank der neuen Echtzeitfunktion der Wetterkammera des PC-Kümmerers, lies sich das heranziehende Gewitter gefahrlos am heimischen PC betrachten. Im Zeitraffer ist der Gewitteraufzug eindrucksvoll zu sehen. Die spektakuläre Wolkenformation die sich zu Beginn ins Bild schiebt, nennt sich Shelfcloud, was übersetzt Regalwolke heißt. Sie stellt die Grenze zwischen warmer und kalter Luft dar. Sehr schön zu sehen, wie darunter die warme Luft regelrecht eingesogen wird und somit dem Gewitter weiter „Nahrung“ zugeführt wird. Während des heftigen Gewittersturms sind die beiden Baukräne links im Bild praktische Indikatoren für die wechselnde Windrichtung.

Ergänzung (11. Juli)

Es gab noch ein paar Erkenntnisse zu dem Unwetter, u. a. durch Aussagen von Mitbürgern. Die sollen natürlich nicht unerwähnt bleiben.

Wohl zum ersten mal seit deren Bau waren die beiden Regenrückhaltebecken in der Nürnberger Straße auf Höhe „Im Winkel“ zeitweise randvoll. Diese Becken wurden übrigens nach dem „Jahrhundertunwetter“ vom 26. Juni 1975 errichtet. Damals hat hat es 65 l/m² Niederschlag gegeben.

Das Unwetter vom 7. Juli war hauptsächlich auf einen eng begrenzten Bereich südliche Nürnberger Straße bis Bahnhof begrenzt. Nicht auszuschließen ist hierbei ein sogenannter „Wet Microdownburst“, was soviel wie „nasse Gewitterfallböe“ bedeutet. Die geringen Sturmschäden sprechen allerdings eher dagegen.

Vermutlich müsste man das Unwetter als Ereignis einstufen, dass sich (auf ganz Roßtal bezogen) alle paar Jahre wiederholt. Von der Stärke und Ausdehnung her dürfte es wohl auf einer Stufe mit dem Unwetter am 27.06.09 in Buchschwabach stehen. Insgesamt also nochmal mit einem blauen Auge davongekommen, zudem ein erfolgreicher Test der von einigen kritisierten Rückhaltebecken („Da steht ja nie Wasser drin“). Ein außergewöhnliches Ereignis war es dennoch.

Weiteres…

Bilder

ESTOFEX für den 7. Juli 2011

16.05.2011: Wetterkamera: Gewitterentstehung im Zeitraffer

GewitterwolkeAm Nachmittag des 16. Mai entstanden direkt in Sichtweite der Webcam zwei Schauerwolken. Gegen 17.30 Uhr fängt eine kleine „Schäfchenwolke“ (Cumulus) innerhalb kurzer Zeit an zu wachsen um schließlich als Gewitterwolke (Cumulunimbus) einen kleinen Schauer über dem Landkreis Ansbach niederzulassen. Blitz und Donner waren jedoch nicht zu verzeichnen, wohl wegen der relativ geringen Größe. Sehr schön anzusehen im Zeitraffer, wie sich die Wolke vor die Sonne schiebt:

Währen der Dämmerung gab es noch einen zweiten Schauer, welcher jedoch nicht mehr ganz so fotogen war:

Den ganzen Tag als Video gibt es hier:

26.02.2011: Webcam fotografiert historisches Raumfahrtereignis

Zugegeben, ein klein wenig übertrieben ist die Überschrift schon – dennoch ist sie richtig. Die Webcam hat nämlich die Internationale Raumstation ISS fotografiert, als sie gerade von Westen nach Osten ca. 300km über Roßtal hinwegzog. Kurz nach oder vor der Dämmerung wird diese nämlich noch von der Sonne beschienen, während es am Boden bereits dunkel ist. Natürlich kann die Webcam, wie auch das bloße Auge, nur einen hellen und schnell wanderten Punkt am Firmament wahrnehmen. Wegen der etwas längeren Belichtungszeit ist es im Bild der Webcam ein kurzer Strich:

Was ist nun so historisch daran, schließlich ist die ISS sehr oft am Himmel zu sehen? Während der Aufnahme leuchtete nämlich nicht nur die ISS, sondern auch das Space Shuttle Discovery welches zwei Tage zuvor gestartet war. Es befand sich nur 100m von der Station entfernt und hat eine Stunde später an ihr angedockt (im Gepäck u.a. das europäische Leonardo-Modul). Mit einem guten Feldstecher hätte man Shuttle und ISS sogar als getrennte Punkte sehen können.

Damit waren so viele Raumfähren wie noch nie an der ISS angekoppelt: Das japanische HTV und das europäische ATV (Johannes Kepler, angedockt 2 Tage zuvor) jeweils erst zum 2. mal überhaupt. Dazu zwei russische Sojus-Raumfähren und ein Progress Raumfrachter. Durch die vielen angedockten Raumfahrzeuge war die ISS auch viel heller zu sehen als bisher. So eine Konstellation wird es allerdings nie wieder geben, denn die letzten beiden Shuttle-Flüge starten noch in diesem Jahr, das ATV-3 jedoch erst im nächsten.

Mit guten Teleskopen ist es übrigens auch möglich, die Silhouette der ISS zu fotografieren. Hier noch drei weitere Bilder, welche die ISS während des selben Überflugs zeigen. Sie wurden hintereinander mit jeweils 30 Sekunden Belichtungszeit aufgenommen:

Weitere Informationen und Bilder auf www.raumfahrer.net und nasa.gov.

Die Zeiten für die Überflüge von ISS, Shuttle und vielen, vielen weiteren Satelliten gibt es auf Heavens-Above (Link gilt für Standort Roßtal) (absolut empfehlenswert!).


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